Interv.: „Sie haben zum 15.04.2011 die Gaststätte Friedensreiter übernommen. Stellen Sie sich doch ein Mal kurz vor.“
Manni: „Mein Name ist Manfred (Manni) Hellmann, geb. Schaffeld. Ich bin 42 Jahre alt, gebürtiger Vehlinger und lebe nun schon seit fast 7 Jahren in Rhede.“
Interv.: „Was haben Sie denn bisher beruflich gemacht?“
Manni: „Ursprünglich bin ich gelernter CNC-Bohrer, Qualitätssicherer und Werkstoffprüfer. Leider musste ich aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 1996 meinen Beruf aufgeben und mich nach neuen Aufgaben umsehen. Ich habe dann eine Umschulung zum Werbe- und Medienvorlagenhersteller gemacht und 10 Jahre in dieser Branche in Rees gearbeitet. Im letzten Jahr habe ich dann heimatnah in Rhede einen Arbeitgeber gefunden. Leider ist die Auftragslage in dieser Branche seit ein paar Jahren stark stagnierend, so dass mein neuer Arbeitgeber mich nicht weiter beschäftigen konnte.
Interv.: „Von der Werbung zur Kneipe. Das sind ja ziemlich unterschiedliche Bereiche. Wie kommt man dazu?“
Manni: „Ich bin nun ein Mal nicht der Typ, der lange „zu Hause“ bleiben kann. Und nach zig erfolglosen Bewerbungen bzw. Initiativbewerbungen musste ich mir Gedanken machen, wie es weiter geht. Eine Alternative bot die Selbständigkeit. In meinem gelernten Beruf als Werbe- und Medienvorlagenhersteller waren die Aussichten auf eine erfolgreiche Selbständigkeit eher gering, da die Branche im Allgemeinen mit der stagnierenden Auftragslage zu kämpfen hat. Da ich schon früher mit dem Gedanken gespielt habe, mich im Gastrogewerbe selbständig zu machen und es eigentlich schon seit über 20 Jahre ein gehegter Traum von mir ist, kam mir die Gelegenheit, den Friedensreiter zu übernehmen ganz Recht.“
Interv.: „Aber das Gastrogewerbe ist schon etwas völlig anderes als der Bereich Werbung und Grafikdesign?“
Manni: „Das stimmt schon. Aber ich bin ja auch nicht völlig unerfahren in diesem Bereich. Ich habe mehrere Jahre als Zapfer sowie als Servicekraft (Kellner/ Bedienung) in einer Schank- und Speisewirtschaft gearbeitet und dort auch zeitweise die Vertretung in der Schankwirtschaft übernommen. Seit über 20 Jahren zapfe und kellnere ich zudem auch auf Brauchtumsfesten. Das Aufgabenfeld in der Gastronomie ist mir daher nicht völlig fremd.“
Interv.: „Wie sehen denn ihre Pläne für die Zukunft des Friedensreiters aus.“
Manni: „Der Friedensreiter besteht ja schon seit ca. 14 Jahren und ist in und um Bocholt als „urige Kneipe“ ein Begriff geworden. Deshalb habe ich mich auch dazu entschlossen, auf dem bisherigen Konzept aufzubauen und auch den Namen weiter zu führen. Das professionell neu erstellte Gestaltungskonzept ist daher basierend auf dem bisherigen Konzept modernisiert worden um jung und frisch zu erscheinen.
Ich möchte damit ein breit gefächertes Publikum von Jung bis Alt ansprechen um in gemütlicher Atmosphäre einen stressigen Arbeitstag abzuschließen, Freunde zu treffen und neue Bekanntschaften zu schließen – kurz gesagt „Raum zur Kommunikation und zum Wohlfühlen“
Interv.: „Wo Sie gerade das „breit gefächerte Publikum von Jung bis Alt“ erwähnen. Was sagen Sie zu den Gerüchten, dass es sich beim neuen Friedensreiter um eine „Szenekneipe“ handeln soll?“
Manni: (lacht) „Natürlich nicht! Das ist genau das, als was Sie es bezeichnen – ein Gerücht. Nein, der neue Friedensreiter ist, wie auch schon der alte es war, eine Kneipe für Jedermann und natürlich auch „Jederfrau“. Jeder ist eingeladen und herzlich willkommen. Die einzige Einschränkung die es (derzeit) gibt kommt aus dem Nichtraucherschutzgesetzt. Da es sich um eine „Raucherkneipe“ handelt, in der geraucht werden darf, ist der Zutritt leider erst ab 18. Jahren gesetzlich erlaubt. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen.“
Interv.: „So wie die alte es war!. Das bedeutet also, dass es auch bei Ihnen weiterhin die Vollmondpartys, Weizenbierabende und Sonderveranstaltungen der Aktionsgemeinschaft Ravardiviertel gibt?“
Manni: „Ja, die wird es weiterhin geben. Ich bin zwar noch kein Mitglied der Aktionsgemeinschaft, aber eine Mitgliedschaft ist „in Arbeit“. Das erste Event findet schon am 30. April statt – Bands in Town.“
Interv.: „Dann wünsche ich Ihnen für die Zukunft des Friedensreiters viel Erfolg und bedanke mich für dieses Interview“
Manni: „Vielen Dank“